Atmung

Die Atemtechnik ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Trainingsablauf.

Das Atmen an sich ist eine derart automatische Funktion des Körpers, dass die meisten sich des Atmens gar nicht bewusst sind. Aber die Atmung erfolgt keineswegs nur automatisch. Das Atmen ist von inneren und äußeren Einflüssen abhängig. Bei Aufregung oder Angst atmen wir automatisch schneller, unregelmäßig oder flacher. Dies drückt sich auch in Sprichwörtern aus wie "es hat mir den Atem verschlagen" oder "da stockt mir vor Schreck der Atem".
Sind wir dagegen aber ausgeruht und entspannt, tief in Gedanken versunken und ausgeglichen, atmen wir automatisch langsamer und tiefer.
Die Atmung eines Menschen ist also eine Art Spiegelbild seiner Gemütsverfassung und erlaubt Rückschlüsse auf seinen seelischen Zustand. Deshalb kann bewusste Atemtechnik auch die Körperfunktionen und den seelischen Zustand positiv beeinflussen.

Gleichmäßiges Ein- und Ausatmen verhilft nicht nur allgemein zu mehr Konzentration, sondern stabilisiert das innere Gleichgewicht und ist einer der ersten Schritte zur sinnvollen, erfolgreichen Meditation.

Die Atmung ist nicht nur dazu da, um unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Die Atmung ist auch ein wesentlicher Bestandteil zur Gesunderhaltung des Geistes. Bei sportlicher Betätigung nimmt sich unser Körper automatisch die Atemluft, die er braucht. Noch effizienter ist es jedoch, wenn wir die Atmung speziell trainieren. 







Man sitzt mit gekreuzten Beinen, die Knie drücken gegen den Boden, wobei das Gesäß auf einem etwa 15 bis 20 Zentimeter dicken Kissen ruht. Der Rücken ist kerzengerade, das Kinn leicht zurückgezogen. Den Blick läßt man etwa einen Meter vor sich auf dem Boden ruhen. Die linke Hand ruht in der rechten Hand unterhalb des Bauchnabels, so daß die Handkanten den Unterbauch berühren. Die Atmung ist ruhig, man läßt sie strömen, ohne sie zurückzuhalten. Man konzentriert sich lediglich auf die korrekte Sitzhaltung und darauf, die Atmung bis zu maximaler Tiefe langsam und durch die Nase durchzuführen. Die Einatmung ist tief, aber schneller als die Ausatmung. Wie Wolken läßt man dann die Gedanken vorbeifliegen, bis sich der Himmel mehr und mehr aufklart und Gedanken und Sorgen uns nicht mehr beherrschen.
Diese Gefühle der Losgelöstseins und der unbeschränkten Freiheit verleihen nach und nach ein neues Lebensgefühl und ein neues, gelasseneres Umgehen mit dem Tag und dem Augenblick.


Die richtige Bauchatmung:
Stell dir deinen Unterbauch wie einen Luftballon vor... wenn die Luft einströmt dehnt er sich aus, und wenn sie wieder ausströmt wird der Ballon wieder kleiner. Beim Bauch dasselbe: Beim Einatmen dehnt sich der Unterbauch ganz leicht nach außen – beim Ausatmen bewegt sich der Unterbauch wieder in Richtung Wirbelsäule zurück. Atme dabei ganz normal und natürlich – und nicht irgendwie besonders vertieft, denn soll bewusst keine Yoga- oder sonst wie geartete Atemübung sein !

Die richtige Geisteshaltung:
Zunächst einfach nur die Atemzüge zählen... z.B. Einatmen... 1; Ausatmen... 2; Einatmen... 3... und das Ganze immer nur bis 10 (WICHTIG) ! Der Zweck dieser Übung ist das Zentrieren in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Denn wenn du den Atem AUFMERKSAM beobachtest, befindest du dich garantiert in der Gegenwart, weil die Atmung nämlich immer gegenwärtig ist. 


Diese Techniken dienen der Entwicklung von Energie im Unterbauch. Dort sitzt das Energie-Zentrum des menschlichen Körpers.