WAS IST GESUNDHEIT

Nobody is perfect ! Jeder von uns hat sein persönliches Handycap zu meistern – das ist unser Karma. Wichtig ist nur was wir persönlich jeweils daraus machen.
Wer von uns freut sich nicht, wenn bei der jährlichen Routineuntersuchung für „50Plus“ keine Krankheit gefunden wird ?
Gesund sein ist aber weit mehr als nicht krank sein !
Die TCM (traditionelle chinesische Medizin) unterscheidet zwischen der Gesundheit des Körpers und zwischen der Gesundheit des Geistes.

1. Wann ist mein Körper gesund?

Der Körper ist dann gesund wenn:
  • alle Organe in Harmonie miteinander arbeiten
  • alle Organe über die Kreisläufe (Blutkreislauf, Lymphsystem, Meridiane) mit Energie versorgt werden. Dies setzt voraus dass genügend Lebenskraft vorhanden ist.

2. Wann ist mein Geist gesund?

Der Geist ist dann gesund wenn Harmonie herrscht:
  • zwischen meinem Verstand und meiner Emotion
  • zwischen meinem Geist und meinem Körper
  • zwischen meinem Geist und der mich umgebenden Umwelt

3. Wann fühle ich mich gesund ?

Ich fühle mich dann gesund, wenn ich meinen Körper und meinen Geist auf angenehme Art und Weise wahrnehmen kann und wenn ich mich in mir selbst gut fühle (ich fühle mich wohl in meiner Haut). Wenn ich Freude mit mir habe oder wenn ich mit mir Freundschaft schließen kann.

4. Wann beginnt Krankheit ?

Nicht nur der Abruf einer Leistung sondern auch schon der Abruf einer Leistungs-bereitschaft erfordert eine entsprechende Konditionierung von unserem Körper und Geist. Sind diese dafür jeweils nicht entsprechend vorbereitet, dann besteht ein gesundheitliches Risiko. Dies äußert sich im ständigen „Dahingranteln“, „nicht gut drauf sein“ bis hin zu Wutausbrüchen und Depressionen bzw. Verletzungen an bestimmten Körperstellen. Im Extremfall kommt es zum Burnout oder Herzinfarkt bzw. Schlaganfall. Es wäre daher erstrebenswert immer bestmöglich konditioniert zu sein..
Krankheit beginnt also dann, wenn Disharmonien über einen längeren Zeitraum vorherrschen. Ist ein Organ unterversorgt, dann holt es sich vom logisch am nächsten liegenden Organ Energie und beeinflusst dieses negativ.
Krankheiten haben sehr oft eine geistige und körperliche Ursache.

Bricht eine Krankheit aus – sie ist sichtbar und messbar - dann kommen die Reparatur- und Schadensbegrenzungs-Mechanismen unserer Schulmedizin zum Einsatz.

5. Die Lebenskraft

Die Lebenskraft ist eine wichtige Voraussetzung für meine Gesundheit. Jeder von uns wird mit einem individuellen Kontingent an Lebenskraft geboren. Wenn sie verbraucht ist, dann sterben wir.
Wir haben aber die Chance durch eine gesunde Lebensweise
  • zusätzliche Lebenskraft zu generieren
  • unnötigen Verbrauch an Lebenskraft zu vermeiden
Wichtig ist die genaue Unterscheidung zwischen Lebenskraft/Lebensenergie und Körperkraft !
Unsere Organe verbrauchen Lebensenergie, dies lässt sich nicht vermeiden. Es gibt aber sogenannte vermeidbare Energieräuber: Hass, Neid, Missgunst, Streit, Eifersucht, Eitelkeit, Machtstreben, Angst....falsche Ernährung, falsche Atmung, falsche Bewegung...
Wenn unsere Vernunft andere Wünsche äußert als unsere Emotion. Das erzeugt Unruhe und man spricht von einer kognitiven Dissonanz. Wir können diesen Zustand minimieren, sodass er immer seltener auftritt. Dies gelingt nur, wenn wir in der Lage sind auf unser SEIN zuzugreifen. Das ist nur in einem Zustand jenseits unseres Denkens möglich. Mehr darüber, wie man das üben kann ist in den Kapiteln 4 und 5 unter Meditation und Atmung beschrieben.

6. Die Magie der Harmonie

Die Harmonie in ihrer Gesamtheit betrachtet ist der Schlüssel für unser gesundes Leben. Gesundes Leben bedeutet zufrieden sein mit sich und seiner Umwelt.
Der Begriff Harmonie taucht in vielen Lebensbereichen auf. Harmonie in der Bewegung, Harmonie in einer Beziehung, Harmonie in einem Musikstück, Harmonie in der Naturlandschaft......
Harmonie im Sinne der Dao-Lehre bedeutet im Einklang mit dem Kosmos sein.
Auch griechische Philosophen wie Aristotiles, Epikurus und Platon geben der Harmonie eine wichtige Bedeutung für ein gutes – gesundes Leben. Sie erkennen damals schon die Wichtigkeit des Zusammenspiels – der Harmonie – zwischen unserer Emotion, unserem Willen und unserer Vernunft.
Ein gutes Leben sollte harmonisch, ausbalanciert und ausgeglichen sein wie der Himmel und das Universum (David Precht, Die Kunst keine Egoist zu sein)
Bezogen auf uns herrscht Harmonie in unserem Körper, wenn alle Organe gleichmäßig mit Energie versorgt werden. Was aber sorgt für Harmonie in unserem Geist ? Freundschaft, Liebe, Sanftmut, Hilfsbereitschaft, Glaube an eine Religion….
Harmonisch leben kann man lernen und es schließt sich somit der Kreis zu einem gesunden Leben.

7. Zusammenfassung

Unser Körper ist dann gesund wenn Harmonie herrscht.
Krankheit beginnt schon lange bevor sie ausbricht. Immer dann wenn wir Disharmonie spüren.
Jede Krankheit (auch im Frühstadium) verbraucht vermehrt Lebensenergie.
In diesem frühen Stadium können wir selbst mit bestimmten Methoden die Harmonie oder Balance wieder herstellen.
Ist eine Krankheit ausgebrochen, dann muss schulmedizinisch behandelt werden.
Harmonisch leben ist erlernbar und trainierbar.