1. Regel:
Es gibt keine Regel,
außer dem Weglassen von
ineffizienten Techniken und Fairness-Konventionen. In höchster
Not kannst Du ohne Rücksicht alles
tun was Dir hilft, diese Situation zu überstehen.
2. Regel:
Achte auf deine Hände und Füße
- Laß die Hände fliegen und minimiere oder vermeide den Körpereinsatz. Kraftschläge ohne Schutz können an Deinen Händen oft irreparable Folgeschäden bewirken.
- Vermeide Körperschläge nicht nur wegen häufiger Wirkungslosigkeit, sondern auch wegen der Gefahr, die Hände, besonders die Daumen an der Deckung zu verletzen. Körperschläge öffnen Dich für Konterschläge zum Kopf, was fast immer ein guter Tausch für den Gegner ist.
- Mit den Beinen ist es ebenso. (Ellbogenkontakt und harte Blocktechniken auf empfindliche Fußstellen.)
- Sparsame Ganzkörper-Bewegungen. Kleinräumiger Gleitschritt.
- Konzentration auf vitale Punkte (Unterleib, Augen, Kehlkopf)
3. Regel:
Treffe präzise - Um nicht
ultrahart schlagen zu müssen trachte danach Situationen zu schaffen
wo Du bestimmte Punkte treffen kannst. Wenn die Situation ernst ist,
mach Dir wenig Sorgen um die rechtlichen Folgen und handle. Besser 12
Personen befinden über die Rechtmäßígkeit Deines Handelns als 6
Personen tragen Dich zu Grabe oder Du verbringst den Rest Deine
Lebens sabbernd in Rollstuhl.
4. Regel:
Verlasse Dich nicht nur
auf nur Schlagen. Dies erfordert eine hohe Reaktionsfähigkeit,
die ihrerseits ständiges Training in Form von
(gesundheitsgefährdendem) Sparring erfordert. Trapping Hands,
klebende Hände und das Wegstoßen stören das Timing des
Gegners und bringen oft gute Positionen um punktgenau zu
treffen.
5. Regel:
Vergiss alle sportlichen
Regeln und Einschränkungen von Karate, sämtlicher Boxsport-u.
anderer Kontaktsportarten, Judo, Jiu jitsu oder Ringen. Trainiere
Dir alte Gewohnheiten weg, sie haben im allesumfassenden Kampf im
Ernstfall nichts verloren. Befreie Dich von allen Konventionen.
6. Regel:
Versuche Dir ein
persönliche System zu schaffen, welches keine gesonderte Kampfart
darstellt. Davon gibt es schon zu viele. Dein persönliches System
soll nur eine möglichst vollständige und unkonventionelle Antwort
mit möglichst einfachen Mitteln auf Angriffe aller Art darstellen.
Beachte bei Deinen Studien, dass z.B Dinge die im reinen Boxen gut
funktionieren nicht oder nur mehr eingeschränkt möglich sind,
sobald gefährliche Fußstöße ins Spiel kommen.
Außerdem sollte man ja
die Hände schonen und Kraftschläge, insbesonders solche mit
Schubcharakter oder fraglichen Auftreffwinkeln vermeiden. Mit
Boxhandschuhen sind wegen der großen Auftreffflächen und den
Gelenksbandagen Auftreffwinkel möglich, die im bar-knuckle-fight zu
sicherer Verletzung führen würden.
Du muss keineswegs alle
Kampfarten beherrschen, sonder sie nur gut kennen und wissen wie man
unkonventionell darauf antwortet.
ÜBERLEGUNGEN ZUR SELBST-VERTEIDUNG
Es war nie so dass mich ein echter Kampf technisch stärker gemacht hätte. Einerseits rate ich niemandem sich in solche Situationen bewusst zu begeben andererseits möchte ich diese Erfahrungen aus meiner "Sturm und Drangzeit" auch nicht missen.
- Ich habe erkannt wie ich in Situationen höchster Not reagiere.
- Ich habe erkannt wie hilfreich der Adrenalin Ausstoß sein kann.
- Ich habe erkannt wie es ist, wenn man trotz einem schweren Treffer weiter kämpfen muss und kein Schiedsrichter hilft.
- Ich habe erkannt welche Fähigkeiten wichtig sind und welche Trainingsziele ich mir stecken musste um noch besser zu werden.
- Ich habe erkannt wie man sich im Training mental und technisch auf den Ernstfall bestmöglich vorbereiten muss.
Eine gute Methode ist die Beobachtung realer Kämpfe.
Wie bahnt sich das an?
Wie wird taktisch vorgegangen?
Welche Techniken werden angewendet ?
Wie bahnt sich das an?
Wie wird taktisch vorgegangen?
Welche Techniken werden angewendet ?
Das Problem: Um das zu beobachten muss man sich in dieses Milieu begeben.