Messerattacken häufen sich auf unseren Straßen. Daher ist es angebracht, dass ich mich speziell damit auseinander setze. Auf die Möglichkeiten der Prävention, Deeskalation und Flucht gehe ich hier nicht mehr speziell ein.
1. Mentale Konditonierung
- Ich darf ich von einer Messerattacke nicht überrascht werden.
- Messer Kämpfer verbergen ihr Messer!
- In der Kampfkunst sollte man sich mit dem Erwerb einer stetigen Achtsamkeit im täglichen Leben beschäftigen.
2. Strategische Überlegungen
Der Angriff erfolgt fast immer mit jener Hand, in der das Messer ist.
Vorsicht: es gibt Profis die täuschen und die Messerhand wechseln.
Zwei häufige Varianten, wie angegriffen wir:
- Der Angriff beginnt mit Schlitz-/Schneid-Techniken und geht in Stiche über
- Der Angriff beginnt mit Stichen und geht in Schlitz-/Schneid-Techniken über
3. Abwehrtechnik
Erste Priorität ist es, durch Zurückweichen Raum und Übersicht zu gewinnen.
Es gibt eine spezielle Beintechnik, mit der das Messer des Gegners aus der Hand geschlagen werden kann, wenn der Gegner nicht so geübt ist.
Durch solche Maßnahen kann ich versuchen Zeit zu gewinnen um ebenfalls ein Messer oder eine sonstige Waffe zu ziehen.
Wenn der Gegner schon zu nahe ist haben wir so gut wie keine Chance aus dieser Situation ohne ernsthafte Verletzung heraus zu kommen. Daher haben folgende Ausführungen eher theoretische Bedeutung. Wir müssen alle Grip-/Trap-/Fixiertechniken anwenden die in der Kampfkunst vorgesehen sind. Auf jeden Fall muß es gelingen die Messerhand so zu fixieren, dass durch eine präzisen Kontertechnik der Gegner augenblicklich außer Gefecht gesetzt werden kann (Augen, Kehlkopf, Schläfenbein...).
Beides erfordert langwieriges Training. Voraussetzung dafür ist das Beherrschen einer soliden Basis Technik in Bezug auf Abwehr und Angriff.
4. Angriffstechnik
Ich trainiere das folgendermaßen:
- Ich suche mir eine Distanz, wo der Gegner noch nicht schneiden kann
- Keine Drohgebärden, die heben den Adrenalinspiegel des Anbgreifers
- Ich signalisiere Hilflosigkeit bzw. Panik
- Ich stehe mit erhobenen Händen frontal zum Gegner
- Der Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt
- Ich nehme eine leichte zenkutso Stellung ein
- Ich täusche den Gegner mit Worten: nein, stop,hilfe, ich rufe einen Namen....
- Ich täusche den Gegner mit meinen "suchenden Händen"
- Ich mache einen leichten Gleitschritt nach vor und trete mit kingeri bzw. kinteki geri in die Kniescheibe bzw. in die Hoden.
- Dieser Tritt muß das Knie bzw. die Hoden nachhaltig beschädigen!
- Habe ich ein Messer, dann kann ich den Gleitschritt nach vor mit einer Schneidebewegung verbinden und den Tritt machen.
5. Hilfsmittel
Habe ich mir Raum und Übersicht verschaffen können, dann gibt es genügend Hilfsmittel mit denen ich den Gegner weiter schwächen kann, um ihn leichter ausser Gefecht setzen zu können.
Wir kennen diese Hilfsmittel: Pfefferspray, Pfefferpistole, Starkes Blendlicht.......
Ich habe immer ein billiges Fixiermesser bei mir, welches mit einer Hand blitzschnell geöffnet werden kann. Dieses Messer habe ich - unerlaubter Weise - auf der zweiten Klingenhälfte ebenfalls angeschliffen.
6. Training der Handhabung eines Messers
Es ist mir wichtig, laufend Basis Übung mit dem Messer zu trainieren.Erkennt der Gegner, dass ich keine leichte Beute bin weil er sieht dass ich mit der Handhabung vertraut bin, dann kann ich mir Vorteile verschaffen.
Messerhelden sind manchmal feige und agieren gerne aus dem Gefühl der Überlegenheit heraus.
- Der schnelle Zugriff auf das Messer
- Schlitz- und Schneidtechniken aus dem Handgelenk heraus.
- Den direkten Stich, so wie hier im Video