- Mae-Geri
(Gerader Fußstoß)
Der klassische Mae-Geri ist eine komplexe und schwierige Technik.
Das Knie ist das größte und
komplizierteste Gelenk des menschlichen Körpers. Es erfüllt zwei
Funktionen: Klappscharnier plus Drehgelenk.
Phase 1:
Der erste Impuls erfolgt von der Hüfte
und der Bauchmuskulatur.
Phase 2:
Der Beinstrecker schaltet sich dazu.
Das Bein schnellt vor.
Phase 3.1:
Beim Auftreffen verspannen sich der
Beinstrecker und die Bauchdecke. Damit wird das Knie stabilisiert und
die Energie kann weiter gegeben werden. Die Patellasehne wird extrem belastet.
Phase 3.2:
Der Stoß geht ins Leere. Der
Beinbizeps muss gespannt werden um das Bein zu stoppen bevor der Stoß
ins Kniegelenk knallt. Manchmal wird das Becken mit nach Vorne
geschoben was eine hohe Belastung für die Lendenwirbel darstellt.
Phase 4:
Der Beinbizeps sorgt infolge für eine Rückführung des Beines in die Ausgangsposition. Der
Beinstrecker muß total entspannt sein.
Wenn die Beinmuskulatur zu schwach ist
und trotzdem der Mae-Geri im Training frühzeitig gedrillt wird (mit
hoher Wiederholungszahl) dann können erhebliche Schäden am Knie
entstehen. Das Problem besteht im Beherrschen der Geschwindigkeit
und weniger in der Beschleunigung.
Auch Spitzenleute knallen ihn rein: Mae
geri Demo
Kritische Komponenten: Meniskus,
Patella, Patellasehne, Kreuzbänder(Schubladeneffekt).
- Kinteki Geri
Dieser Fußstoß kommt meiner Technik sehr nahe. Ich stelle den Rist mehr auf und betone das "Einhaken" im Schritt des Gegners mit gleichzeitgigem Hochreißen des Knies.
Ich trainiere ausschließlich den Kinteki Geri und strecke den Unterschenkel maximal bis 50 Grad. Das heißt ich konzentriere mich von meiner Vorstellung her nicht auf das Strecken des Unterschenkels sondern auf das Hochreißen des Oberschenkels, ähnlich wie beim Kniestoß.
Ich trainiere ausschließlich den Kinteki Geri und strecke den Unterschenkel maximal bis 50 Grad. Das heißt ich konzentriere mich von meiner Vorstellung her nicht auf das Strecken des Unterschenkels sondern auf das Hochreißen des Oberschenkels, ähnlich wie beim Kniestoß.
Die Auftreffpunkte beim Gegner sind:
- Knie (Patellasehne)
- Genitalien
- Kopf (bei einem vorgeneigten Gegner in Ringer- bzw. Boxerpose)
Phase 1 ist ident.
Phase 2 (Vorschnellen) entfällt.
Phase 3.1 (Auftreffen) ist ident.
Phase 3.2 (Stoß geht ins Leere) Ich
lasse die Energie über den Beinbizeps auslaufen.
Phase 4 ist ident
Technik-Drill:
Ich stelle mich vor eine Wand.
Der Abstand beträgt Armlänge.
Die Schultern sind parallel zur Wand.
Variante 1:
Variante 1:
Beinstellung Heiko-dachi bzw.
Kumite-dachi.
Der Fußstoß erfolgt mit voller Kraft
aufwärts, ohne dass die Mauer berührt wird.
oder die Schuhsohle schleift an der Mauer
entlang.
Variante 2:
Ich treffe mit der Fußspitze meine vorgestreckte Faus
Variante 2:
Ich treffe mit der Fußspitze meine vorgestreckte Faus
Variation mit Links-rechts,
rechts-links Kombinationen.
